Der Magenballon ist ein nicht-chirurgisches, endoskopisches Verfahren zur Gewichtsreduktion bei Übergewicht und Adipositas. Der weiche Silikonballon wird im Rahmen einer Magenspiegelung unter Kurzsedierung eingesetzt und anschließend mit steriler Kochsalzlösung gefüllt. Er reduziert das verfügbare Magenvolumen, wodurch ein schnelleres Sättigungsgefühl entsteht. Die Einlage dauert ca. 20 bis 30 Minuten und erfolgt in der Regel ambulant.
Vorbereitung & Aufklärung
Ausführliches Beratungsgespräch, Gastroskopie zur Abklärung von Kontraindikationen (z. B. Hiatushernie, Magengeschwüre), Blutbild und Ernährungsberatung.
Die Einlage
Endoskopische Platzierung unter Kurzsedierung. Der leere Ballon wird über den Mund eingeführt und im Magen mit 400–700 ml sterilem Kochsalz gefüllt. Dauer: 20–30 Minuten.
Eingewöhnungsphase
Die ersten 3–5 Tage können Übelkeit und Völlegefühl auftreten. Schrittweiser Kostaufbau von flüssig zu fest. Medikamente gegen Übelkeit werden bei Bedarf verordnet.
Tragezeit (6 Monate)
Der Ballon verbleibt in der Regel 6 Monate im Magen. Begleitend: Ernährungsberatung, Bewegungsprogramm, regelmäßige ärztliche Kontrollen. Durchschnittlicher Gewichtsverlust: 10–20 kg.
Entfernung & Nachsorge
Nach 6 Monaten wird der Ballon endoskopisch entleert und entfernt. Anschließende strukturierte Nachsorge zur Gewichtsstabilisierung.
Die Klinik meldet sich innerhalb von 1–2 Werktagen.
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